
Ihre Werkstattheizungen wirklich intelligent machen
Wenn Sie schon einmal an einem Dienstagmorgen in einer eiskalten Werkstatt standen, wissen Sie, wie schwierig das ist. Man schaltet die Heizung ein und wartet – immer wieder. Denn die meisten Heizgeräte versuchen lediglich, die Luft zu erwärmen. Die warme Luft steigt dabei meist direkt nach oben zum Decke auf, während die Füße weiterhin kalt bleiben.
Infrarot-Deckenheizungen sind anders. Sie heizen nicht die Luft, sondern strahlen die Wärme direkt auf den Boden, Ihre Werkzeuge sowie Ihre Haut ab. Es ist, als würde man in einen Sonnenstrahl treten.
Doch die wahre Magie entsteht, wenn man auf manuelle Schalter verzichtet und sie stattdessen mit einem intelligenten System verbindet.
Der „Vorab-Heizen“-Trick
Stellen Sie sich vor, Sie drücken einen Knopf auf Ihrem Handy, während Sie noch Ihren Kaffee in der Küche trinken. Wenn Sie anschließend in die Garage gehen, ist es dort bereits angenehm warm.
Das erreichen wir, indem wir intelligente Relais oder Schalter verwenden, um eine Verbindung zwischen dem Handy und den Hochvoltleitungen herzustellen. Da Infrarotlampen innerhalb von Sekunden heiß werden, gibt es keine Verzögerung. Man muss nicht stundenlang warten, bis der Raum warm wird – man ist einfach sofort warm.
Die notwendigen Geräte – und wie man seine Schalter nicht zerstört
Hier ist ein Profi-Tipp: Stecken Sie einen 5kW-Heizer nicht direkt in einen kleinen Smart-Schalter ein. Dadurch wird der Schalter sofort zerstört.
Stattdessen nutzen wir den Smart-Schalter dazu, einen leistungsstarken Kontaktor auszulösen. Denken Sie dabei an den Kontaktor als „Muskeln“ und den Smart-Schalter als „Gehirn“. Das Gehirn befiehlt den Muskeln, die Stromkreise zu schließen – dadurch kann der Heizer sicher eingeschaltet werden.
Um etwas Geld bei den Stromkosten zu sparen, fügen wir in der Regel auch PIR-Bewegungssensoren hinzu. So bleiben die Heizgeräte in den entlegensten Ecken der Werkstatt ausgeschaltet, wenn Sie nur am Arbeitsplatz arbeiten. Es hat keinen Sinn, einen leeren Raum zu heizen.
Ein paar Dinge, auf die man achten muss
Es handelt sich dabei nicht um ein einfaches „Plug-and-Play“-System. Wenn Ihre Werkstatt ein dichtes Metalldach hat, könnte das WLAN-Signal Schwierigkeiten haben, durchzudringen. Wenn das Signal schwach ist, wird der „One-Touch-Knopf“ zu einem „Warte zehn Sekunden und hoffe“-Knopf.
Lassen Sie außerdem Ihre Automatisierung nicht außer Kontrolle geraten. Wenn die Heizgeräte alle zwei Minuten an- und ausgehen, werden die Glühfäden schnell kaputtgehen. Ich empfehle immer, in den Einstellungen eine Mindestdauer für den Betrieb einzustellen – damit die Lampen länger funktionieren können.